Aula
Die IzS-Wissenschaftspreise für MEDIZIN und NATURWISSENSCHAFT 2011 wurden am 4. November 2011
an Prof. Dr. Dr. KATHARINA DOMSCHKE und Dr. CYNTHIA SHARMA vergeben.

Medizin-Nobelpreisträger Harald zur Hausen an der Frankfurter Universität


IzS-Stiftung verleiht den Wissenschaftspreis für Medizin mit Katharina Domschke an eine „absolute Überfliegerin".
Den Naturwissenschaftspreis erhält Cynthia Sharma für ihre Dissertation.
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Frankfurt, 05. November 2011:
Volles Haus in der Alten Aula der Johann Wolfgang Goethe Universität. Grund war der Fest- vortrag von
Harald zur Hausen,
der den Medizin-Nobelpreis 2008 für seine Ent- deckung erhielt, dass Gebärmutterhals- krebs durch eine Infektion entsteht. "Dadurch wurde in den letzten Jahren hunderten von Frauen das Leben geret- tet", sagte die Gastgeberin des Abends, Gräfin Ingrid zu Solms-Wildenfels, Begrün- derin der Ingrid zu Solms-Stiftung, IzS, bei der Begrüßung. In seinem Vortrag ging zur Hausen ausführlich auf die Bedeutung von "rotem Fleisch" für Dickdarmkrebs ein. Das Risiko einer Erkrankung sei in den Indus- trienationen mit hohem Verbrauch, um 20 bis 30 Prozent erhöht. Ein Grund könnte sein, dass bei der Zubereitung Stoffe ent- stehen, die das Krebsrisiko erhöhen. Die Forschung dazu stehe aber noch ganz am Anfang, betont der Wissenschaftler: "Mit dieser Frage werden sich noch Genera- tionen junger Wissenschaftler beschäfti- gen müssen!"
Anlass des Abends war die Überreichung des IzS-Wissenschaftspreises für Medizin und des IzS-Naturwissenschaftspreises 2011 an besonders fähige Nachwuchs- wissenschaftlerinnen. Der Medizinpreis ging in diesem Jahr an die Angstforscherin
Katharina Domschke
. Erst 33 Jahre alt, erarbeitete sie sich bereits zwei Doktortitel und hält bereits ab 1.1.2012 eine W2 Professur an der Universität Würzburg! Als Oberärztin der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Münster saß sie seit 2004 Forschungs- gruppen vor, deren Arbeiten zu Angster- krankungen hohe Anerkennungen erhiel- ten. Den IzS-Preis erhält sie für eine Grundlagenarbeit in Erstautorenschaft über den Einfluss bestimmter genetischer Rezeptoren auf die Entstehung dieser
Angsterkrankungen
. Die Ergebnisse können langfristig zu völlig neuen Therapieansät- zen führen. Angsterkrankungen können zu chronischen Depressionen führen, heute die mit Abstand am weitesten verbreitete psychische Erkrankung!
Die Bioinformatikerin Cynthia Sharma
erhielt den Naturwissenschaftspreis für ihre Dissertation über Forschungen zum Magenbakterium
Helicobacter pylori
, der bei etwa 50 Prozent aller Menschen zu finden ist, und für etwa bis zu einem Drittel aller Magenkrebs- erkrankungen verantwortlich ist. "Einem kleinen Kerl, der aber großen Schaden anrichtet," wie Gräfin zu Solms beschrieb. Durch diese Forschungen wird die Tür zu neuen Therapieansätzen geöffnet.
 
Den musikalischen Rahmen gestaltete die slowenisch- bosnische Komponistin
Belma Beslic-Gál
, die zur Zeit als
Composer in Residence
des Archivs Frau und Musik in Frankfurt weilt. Belma Beslic-Gál wurde bereits im Frühjahr mit dem IzS-Kulturpreis ausgezeichnet, den auch sie an diesem Abend überreicht bekam.
 
In diesem Jahr wurde erstmals eine Kooperation mit der Dr. Wolfgang und Sigrid Berner-Stiftung durchgeführt und die Preisträgerin aus 2003, Prof. Dr. Simone Fulda, Direktorin des Instituts für experimentelle Krebsforschung in der Pädiatrie in Frankfurt, zum 2. Mal geehrt!
Dr. med. Ingrid Gräfin zu Solms-Wildenfels dankt Professor Dr. Dr. hc. mult. Harald zur Hausen, Nobelpreisträger für Medizin 2008
Alle drei Preisträgerinnen wurden in die IzS-Fellowship aufgenommen um sich gegenseitig coachend weiter verbunden zu bleiben.
In diesem Jahr wurde erstmals eine Koope- ration mit der Dr. Wolfgang und Sigrid Berner-Stiftung durchgeführt und die Preis- trägerin aus 2003, Prof. Dr. Simone Fulda, Direktorin des Instituts für experimentelle Krebsforschung in der Pädiatrie in Frank- furt, zum 2. Mal geehrt!

 
Die Ingrid zu Solms Stiftung
wurde 1994 von der Internistin Dr. Ingrid Gräfin zu Solms- Wildenfels ins Leben gerufen und hat das Ziel weibliche Eliten zu unterstützen. Die Stiftung will – entweder selbstständig operativ oder über andere Organisationen – gemäß vorge- gebener Kriterien, Frauen in der Wissen- schaft stützen, ihre kulturellen Leistungen auszeichnen, weltweit Kinder- und Jugend- erziehung fördern, Menschenrechte einfor- dern und zur Völkerverständigung anregen. Zu diesem Zweck werden unter anderem alle zwei Jahre der IzS-Wissenschaftspreis Medi- zin und der IzS-Wissenschaftspreis Natur- wissenschaft an herausragende Nachwuchs- wissenschaftlerinnen vergeben.
 
Des weiteren vergibt die Stiftung den Kultur- preis, der seit diesem Jahr eng mit dem Archiv Frau und Musik kooperiert und ein jährliches Stipendium an eine Schülerin des Hochleis- tungsgymnasiums Schloss Hansenberg, wel- ches ein attraktives Bildungsangebot für leistungsstarke, leistungsmotivierte und so- zialkompetente Schülerinnen und Schüler mit dem Schwerpunkt Naturwissenschaften bereit stellt.
Dazu Solms: "So fördern wir unseren eigenen Nachwuchs!" In unregelmäßigen Abständen vergibt die IzS-Stiftung zudem ihren Men- schenrechtspreis.
Professor Dr. Dr. Katharina Domschke
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Dr. med. Ingrid Gräfin zu Solms-Wildenfels überreicht
Dr. Cyntia Mira Sharma den IzS-Naturwissenschaftspreis
Belma Beslic-Gál, diesjährige Preisträgerin des
IzS-Kulturpreises, gestaltete den musikalischen Rahmen der Preisverleihung
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Walter Rau, Cynthia M. Sharma, Ingrid Gräfin zu Solms-Wildenfels, Harald zur Hausen, Katharina Domschke

2011


04. November


 
KATHARINA DOMSCHKE
Medizin

 
CYNTHIA SHARMA
Naturwissenschaft

 
BELMA BESLIC-GÁL
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