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10. 01. 2014

Nachrichten Mainz 10.01.2014

Mainz: Künftige Vorstandsvorsitzende der Universitätsmedizin stellt sich vor - Babette Simon übernimmt als erste Frau Uniklinikum

Von Michael Bermeitinger
 
MAINZ -
"Wir werden den Jahresfehlbetrag auf Null zurück- fahren" – "Wer gut informiert ist, hat keine Angst." Zwei Kern- sätze von Professorin Babette Simon, die bei ihrer Vorstellung als künftige Vorstandsvorsitzende der Unimedizin viel darüber sagen, wie sie tickt, wohin der Weg von Klinikum und Mitarbeitern führen soll. Am 1. April nimmt sie ihre Arbeit an der Langenbeckstraße auf, für fünf Jahre hat sie unterschrieben.

 
Der erste Satz sagt in einer Situation, da die Unimedizin das zweite Jahr in Folge ein Millionenminus eingefahren hat, klar, dass die Vorstandsvorsitzende sich selbst, aber auch anderen in schwieriger Lage hohe Ziele setzt, die sie ohne Zweifel, aber mit Optimismus verfolgt. Allerdings – und das bedeutet die zweite Anmerkung – setzt sie auf eine Kultur der Kommunikation, mit der sie, gerade in Zeiten des Sparens, verhindern will, dass Angst die Mitarbeiter lähmt.
 
Ministerin Ahnen erklärt Dauer der Suche:
"Gründlichkeit vor Schnelligkeit"

 
Wissenschaftsministerin Doris Ahnen stellte Freitag früh die Noch-Präsidentin der Uni Oldenburg vor. "Gründlichkeit vor Schnelligkeit", begründete die Ministerin, dass die Suche gut eineinhalb Jahre gedauert habe. Zumal man mit Prof. Norbert Pfeiffer, der bereit war, erneut übergangsweise die Verant- wortung zu übernehmen, "einen Garanten dafür hatte, dass wir uns Zeit nehmen konnten."
 
"Eine der schönsten Aufgaben des Landes", nannte Ahnen das Amt an der Spitze des Uniklinikums, das 2012 allerdings 2012 ein Minus von 20,2 Millionen Euro eingefahren hatte. Dessen ist sich Prof. Simon bewusst, "aber es ist eine höchst attraktive Aufgabe, eine große, reizvolle Herausforderung", sagt sie trotzdem wie jemand, der überzeugt ist, Berge seien allein erfunden worden, um sie zu überwinden.
 
Auch an der Oldenburger Uni beschreibt man Babette Simon, an deren Spitze sie seit 2010 steht, als äußerst zielstrebig, ehrgeizig, durchsetzungsfähig, aber auch freundlich im Um- gang, als jemand der zuhören kann, aber stets die Kontrolle behält. Innovativ sei sie, wie sie mit der Einrichtung der European medical School (EMS) als Kooperationsobjekt der Hochschulen Groningen und Oldenburg bewiesen habe. Dazu sei Simon entscheidungsfreudig – das war sie offenkundig auch jetzt, denn zwischen erstem Kontakt und Vertragsunter- zeichnung in Mainz sollen keine zwei Monate vergangen sein.
Gastroenterologin will Einnahmeseite verbessern

 
Keine Frage, dass sie sich die schwierige Aufgabe in Mainz zutraut: "Seit fast 30 Jahren bin ich der Hochschulmedizin verbunden, kenne sie von der Pike auf", so die Gastro- enterologin, die ihre Ziele so skizziert: "Ich werde die Uni- versitätsmedizin strategisch und nachhaltig für die Zukunft ausrichten, wobei es wichtig ist, die hohe Qualität in der Krankenversorgung mit Spitzenleistungen in Wissenschaft, Forschung und Ausbildung zu verbinden."
 
Dazu bedürfe es unbedingt wirtschaftlicher Stabilität. Die Uni- versitätskliniken seien zwar chronisch unterfinanziert, sagt sie, allerdings stimmt es die designierte Vorstandsvorsitzende optimistisch, dass das Thema erstmals in einem Koalitions- vertrag der Bundesregierung Eingang gefunden habe. Nun werde – dafür hatte auch die Ministerin in Berlin gekämpft – ein Ausgleich für die Belastungen durch Extremkostenfälle, seltene Krankheiten, Hochschulambulanzen und Ausbildung geschaffen.
 
Doch auch das Klinikum selbst werde die Einnahmenseite verbessern: "Bei Schwerpunktsetzung und Profilbildung ist die Universitätsmedizin auf einem guten Weg, aber wir werden sehen, wo man Leistungen ausweiten kann. Wir werden die Erlöse erhöhen, bevor wir Personal zurückführen." Ihre Prinzipien seien bestmögliche Qualität "schon als ethischer Anspruch", eine "Kultur von Vielfalt und Vertrauen" sowie die Devise "Gemeinsamkeit vor Eigennutz".
 
Professorin will jungen Frauen Mut machen

 
Eine Herzensangelegenheit ist der Professorin dabei, jungen Frauen Mut zu machen, dass Familie und Beruf sich verein- baren lassen. Schon in Marburg hat sie eine Krippe gegründet, aber die dreifache Mutter weiß, dass "junge Frauen oft Angst haben, ihre Facharztausbildung nicht fortsetzen zu können, wenn sie ein Kind bekommen". Hier werde man Verantwortung übernehmen und, so sagte sie es einmal der "Ärztezeitung", "Rahmenbedingungen schaffen, wie ich sie selbst gerne gehabt hätte".
 
Mit weiteren Plänen, Details gar, hält sich Professorin Simon – zurück, auch, weil es bis zu ihrem Amtsantritt noch zweieinhalb Monate dauert. Was sie dann aber als erstes tut, das weiß sie schon: "Ich werde durch die ganze Klinik gehen, Eindrücke gewinnen, Aufgaben identifizieren, vor allem aber Menschen begegnen und sie kennenlernen."
Prof. Dr. Babette Simon wird Anfang April 2014 die neue Vorstandsvorsitzende der Uni -versitätsmedizin in Mainz - die erste bundesweit.
 
Foto: Harald Kaster
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HOCHSCHULEN
 

Oldenburger Uni-Präsidentin wechselt nach Mainz

 

Babette Simon ab 1. April neue Vorstandschefin der Universitätsmedizin in Rheinland-Pfalz


 
von
Norbert Wahn

 
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Krankenhäuser

 

Mainzer Unimedizin bekommt
deutschlandweit erste Frau als Vorstand

 
10.01.2014, 15:19 Uhr | dpa

 
Die Mainzer Universitätsmedizin bekommt eine Vorstandschefin - nach Angaben des rheinland-pfälzischen Bildungsministeriums ist es die erste Frau in einem solchen Amt.
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Babette Simon. Simon wird neue Vorstandschefin der Mainzer Unimedizin.
Foto: Ingo Wagner/Archiv (Quelle: dpa)

PRESSEARCHIV

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2014

WISSENSCHAFTSMINISTER BORIS RHEIN:
 

Gratulation an Professorin Dr. Simone Fulda zum Deutschen Krebspreis 2014

 

Kinderärztin des Universitätsklinikums Frankfurt erhält Auszeichnung für Krebsforschung bei Kindern

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Wiesbaden.
Wissenschaftsminister Boris Rhein gratuliert der Krebsforscherin und Kinderärztin Prof. Dr. Simone Fulda vom Universitären Centrum für Tumorerkrankungen (UCT) des Universitätsklinikums Frankfurt zum Deutschen Krebspreis 2014.
 
Die Wissenschaftlerin untersucht die molekularen Mechanismen des programmierten Zelltods (Apoptose) von bösartigen Tumoren bei Kindern.
Dabei entdeckte sie Störungen im normalen Zell- todprogramm von Krebszellen, die Angriffspunkte für die Entwicklungen von  neuen Krebsmedika- menten darstellen.
 
Wissenschaftsminister Boris Rhein:
"Mit ihrem Beitrag zu dieser Forschung trägt Dr. Simone Fulda einen wesentlichen Teil zur Bekämpfung von Krebs bei. Wir können stolz sein, eine so hoch angesehene und erfolgreiche Wissenschaftlerin am Universitätsklinikum in Frankfurt zu haben."
 
Ziel ihrer Untersuchungen ist es, durch medikamen- töse Behandlung den Abtötungsprozess der Zellen wieder in Gang zu setzen und damit den Krebs zu bekämpfen. Für ihren Beitrag zu dieser Krebs- forschung hat Dr. Simone Fulda bereits zahlreiche nationale und internationale Preise gewonnen.

 
Die Verleihung des deutschen Krebspreises fand auf dem Deutschen Krebskongress 2014 in Berlin statt: (v.l.n.r.) Prof. Wolff Schmiegel, Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft, die Preisträgerin Prof. Simone Fulda, Direktorin des Instituts für Experimentelle Tumorforschung in der Pädiatrie, Universitätsklinikum Frankfurt, Dr. Fritz Pleitgen, Präsident der Deutschen Krebshilfe.
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21. 02. 2014


Pressestelle:
Hessisches Ministerium
für Wissenschaft und Kunst
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12. 05. 2014


 

Frankfurter Forscherin: "Vielleicht lässt sich Krebs ausrotten"

Die Nachricht erfüllte viele mit Stolz, ihr Tun gibt vielen Menschen Hoffnung: Die Frankfurter Professorin Dr. Simone Fulda erhielt den Deutschen Krebspreis 2014. Die Kinderärztin forscht am Universitären Centrum für Tumorerkrankun-
gen des Universitätsklinikums. FNP-Redakteurin Julia Lorenz sprach mit ihr über die künftigen Heilungschancen für krebskranke Kinder, über personalisierte Medizin und die Hoffnung, den Krebs ein für alle Male besiegen zu können.
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FNP-Redakteurin Julia Lorenz hörte genau zu, als Prof. Dr. Simone Fulda erklärte, was
in Krebszellen passiert.
 
Fotos: Rainer Rüffer