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FAZ-08.01.13

08. 01. 2013

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Eight innovative philanthropists

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08. 11. 2013

iff.
FRANKFURT. Die Medizinerin Antje Voigt und die Mathematikerin Alexandra Schwartz sind am Freitag- abend im Festsaal des Senckenberg- Museums von der in Frankfurt an- sässigen Ingrid zu Solms-Stiftung ausgezeichnet worden. Die Stiftung, die am 25. Mai 1994 von der Ärztin und Präsidentin der Steuben-Schurz Gesellschaft Ingrid Gräfin zu Solms- Wildenfels gegründet wurde, hat sich zum Ziel gesetzt, “Frauen mit Elitepotential” zu fördern und ihnen den beruflichen Weg in der Wis- senschaft zu erleichtern. 2010 wurde die Stiftung, die neben den beiden naturwissenschaftlichen Preisen auch Auszeichnungen für kulturelle Leistungen und das Engagement für Menschenrechte sowie Förderstipen -dien an Schülerinnen des Hansen- berg-Gymnasiums vergibt, ins Gol- dene Buch der Stadt eingetragen. Da die Preise nur alle zwei Jahre verge- ben werden, ist mit der Preisver- leihung vorzeitig das Bestehen seit 20 Jahren gefeiert worden.
Kulturdezernent Felix Semmelroth, die Vizepräsidentin der Goethe-Uni- versität, Tanja Brühl, und der Vize- dekan der medizinischen Fakultät, Thomas Klingebiel, hoben in Gruß- worten hervor, wie wichtig und zu- gleich fortschrittlich der Stiftungs- gedanke war und ist. Noch immer seien Frauen in den Naturwissen- schaften und in Führungspositio- nen unterrepräsentiert, auch in der Medizin. Obwohl von den Medizin- absolventen in Frankfurt 66 Prozent Frauen seien, sinke deren Anteil unter den Habilitanden auf 33 Pro- zent, sagte Klingebiel.
 
  Voigt, die 1976 in Stendal geboren wurde, erhielt den mit 10.000 Euro dotierten Medizinpreis für ihre Habilitation an der Berliner Charité. Am dortigen Institut für Biochemie erforscht die Kardiologin die Re- gulation des Proteingleichgewichts in den Zellen und dessen Auswir- kung auf die Zellaktivität bei einer Virusinfektion des Herzmuskels. Mit
Hilfe ihrer Grundlagenforschung sol- len Risikopatienten erkannt und langfristig neue Behandlungsmög- lichkeiten entwickelt werden.
 
  Die 1985 in Saarbrücken geborene Schwartz erhielt den mit 3000 Euro dotierten naturwissenschaftlichen Preis für ihre Dissertation an der Universität Würzburg. In ihrer Ar- beit hat sie Wettbewerbsregeln mathematisch untersucht. Mit Hilfe des Modells lässt sich überprüfen, welchen Effekt die besondere För- derung benachteiligter Gruppen bei Bewerbungen auf die Gesamtqualität der Leistung hat.
  In ihrer Dankesrede sagte Voigt, sie erhalte die Auszeichnung an einem wichtigen Punkt ihres For- scherlebens. Bisher sei ihre Lauf- bahn reibungslos verlaufen. Doch seit der Geburt ihres Sohnes vor zwei Jahren werde es für sie wegen der zusätzlichen Belastung schwie- riger. Tatsächlich geht es der Stif- terin Solms-Wildenfels auch darum,
Forscherinnen zu unterstützen, Fa- milie und Karriere zu vereinbaren. Frauen dürften nicht bei Schwie- rigkeiten gleich aufgeben und zu den drei Ks (Kinder, Küche, Kirche) zurückkehren, sagte sie. Als gutes Vorbild für andere habe sich die erste Preisträgerin Babette Simon er- wiesen. Die heutige Präsidentin der Universität Oldenburg hatte den Preis kurz vor der Geburt ihres drit- ten Kindes erhalten.
 
  Der langfristigen Förderung und gegenseitigen Unterstützung dient das Netzwerk der IzS-Fellows, dem alle Preisträgerinnen und Stipendia- tinnen angehören. Frauen müssten erst lernen, in Netzwerken zu agie- ren, sagte die Vorsitzende der Fel- lows, Heike Allgayer von der Uni- versität Heidelberg. Nach 20 Jahren seien die ersten Preisträgerinnen inzwischen in gehobenen Positionen und könnten dadurch etwas für den
Nachwuchs bewirken.

Vorbild und Ansporn für Forscherinnen

NOVEMBER 2013 NR. 262 SEITE 35

20 Jahre Frauenförderung der Ingrid zu Solms-Stiftung

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