2011

2011

Preisverleihung_4._1._2011_136

Medizin- und Wissenschaftspreis der Ingrid zu Solm-Stiftung verliehen

Verleihung der
IzS-Wissenschaftspreise


 
Walter Rau (Berner Stiftung),
Cynthia M. Sharma, Ingrid Gräfin
zu Solms-Wildenfels,
Harald zur Hausen,
Katharina Domschke
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11. 09. 2011


Der IzS-Sonderpreis 2011
in Kooperation mit der
Berner Stiftung wurde an die Kinderkrebsforscherin SIMONE FULDA vergeben.
(21.11.11)
Frankfurt - In der Alten Aula der Johann Wolfgang Goethe Universität in Frankfurt fand dieses Jahr am 4. November zum neunten Mal in einer Feierstunde die Überreichung der IzS-Wissenschaftspreise an junge Wissen- schaftlerinnen statt. IzS-Stiftungspräsidentin, Dr. Ingrid zu Solms-Wildenfels, hieß die Preisträgerinnen, Redner und Gäste herzlich willkommen.

04. 11. 2011

Preisträgerinnen Dr. Cynthia M. Sharma und
Prof. Dr. Dr. med. Katharina Domschke***
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domschke-sharma

Hervorragende Leistungen


Ingrid zu Solms Stiftung verleiht IzS-Wissenschaftspreise für Medizin und Wissenschaft

Festveranstaltung in der Alten Aula der Johann-Wolfgang-Goethe- Universität***
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Den IzS-Wissenschaftspreis für Medizin
erhielt die Angst- forscherin, Frau Prof. Dr. Dr. med. Katharina Domschke M.A. (USA), für ihre außergewöhnliche Grund-lagenarbeit in der Medizin, veröffentlicht in der führenden Fachzeitschrift „Mole- cular Psychiatry". Sie ist Oberärztin an der Klinik und Polyklinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Universi-tätsklinikum Münster. Sehr erfolgreich arbeitet sie im Bereich Angst- forschung. Für ihre Dissertation zur Genetik von Angst- erkrankungen und affektive Störungen wurde sie bereits mit dem Dissertationspreis der Westfälischen Wilhelms-Univer- sität in Münster ausgezeichnet. Angsterkrankungen gehören heutzutage zu den häufigsten psychischen Störungen, wobei Frauen bis etwa dreimal häufiger von Angsterkrankungen und Depressionen betroffen sind als Männer. Genetische Varian- ten in diesen Systemen scheinen das Erkrankungsrisiko über eine gestörte emotionale Reizverarbeitung in neurona- tionalen Netzwerken über eine erhöhte physiologische und kognitive Verwundbarkeit zu erhöhen.

 
In der Kategorie Naturwissenschaften
wurde der Wissen- schaftspreis Frau Dr. Cynthia M. Sharma zuerkannt, deren Ergebnisse ihrer Doktorarbeit über die Regulierung der Eiweißsynthese bei pathogenen Bakterien, z.B. Helicobacter pylori oder Salmonellen, u. a. veröffentlicht in dem reno- mmierten internationalen Wissenschaftsmagazin "Nature" Aufsehen und Anerkennung hervorrief. Ihre Untersuchungs- objekte konzentrierten sich sowohl auf Salmonellen, als auch auf Erreger von Magengeschwüren. RNA-Partikel können bei Bakterien nicht nur die Synthese eines bestimmten Eiweißes sondern auch andere Eiweiße kontrollieren. In ihrer Dis- sertation hat sie die molekularen Grundlagen für diese Wirkungsvielfalt durch geschickte Kombination von Experiment und bioinformatischer Analyse aufklären können. Nach ihrer Promotion am Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie bei Prof. Dr. Jörg Vogel wurde Frau Dr. Sharma am Zentrum für Infektionsforschung (ZINF) der Universität Würzburg die Mög- lichkeit zur Etablierung einer eigenen Arbeitsgruppe zur Unter -suchung von RNA-Regulationen bei Bakterien eingeräumt.

 
Prof. Dr. Albrecht Encke und Prof. Dr. Anna Starzinki-Powitz erbrachten die Laudationes auf die Preisträgerinnen. Prof. Dr. Dr. Heike Allgayer, Vorsitzende der Fellows der IzS-Stiftung nahm die Preisverleihung vor. Grußworte erbrachten Prof. Dr.
Lutz Bachmann der Goethe-Universität Frankfurt und Prof. Dr. Frank Nürnberger der medizinischen Fakultät der Goethe Universität.
 
Festredner der feierlichen Veranstaltung war Prof. Dr. Dr. hc. mult. Harald zur Hausen
, Nobelpreisträger für Medizin. Er referierte über das hochinteressante Thema „Krebs durch Infektionen" und stellte die neuesten Forschungsergebnisse auf diesem Gebiet vor. Von 1983 bis 2003 war er Vorsitzender und Wissenschaftliches Mitglied des Stiftungsvorstands des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg und ist Editor-in-Chief des International Journal of Cancer.
 
Alle Beteiligten sorgten für einen würdigen Rahmen der Festveranstaltung unter Mitwirkung von Besma Belic-Gal, Komponistin und Pianistin, die ihre eigenen Kompositionen präsentierte. Beim anschließenden Empfang im Foyer der Alten Aula gab es reichlich Gelegenheit für Glückwünsche an die verdienten Preisträgerinnen und gemeinsame Gespräche mit den geladenen Gästen.
 
Bei diesem Preis kooperierte die Ingrid zu Solms-Stiftung erstmals mit der Dr. Wolfgang und Sigrid Berner Stiftung, dadurch lässt sich die Förderung von Wissenschaftlerinnen und Kindern konstruktiv ergänzen und mit der diesjährigen Preisträgerin Frau Prof. Dr. Simone Fulda wird eine junge Medizinerin geehrt, die bereits 2003 den IzS-Wissen- schaftspreis erhielt, so IzS-Stiftungspräsidentin Dr. Ingrid zu Solms-Wildenfels. Walter Rau, Vorstand der Berner Stiftung, lobte das gemeinsame Engagement der Partnerschaft, die über große Erfahrung bei der wissenschaftlichen Evaluierung in Projekten verfügt und somit auch für die Berner Stiftung auf dem Gebiet der Kinderkrebsforschung ganz im Sinne der Stifter Impulse setzt.
 
Die Ingrid zu Solms Stiftung wurde 1994 von der Internistin Dr. Ingrid zu Solms-Wildenfels ins Leben gerufen mit dem Ziel weibliche Eliten zu unterstützen, z.B. Frauen in der Wissen- schaft, ihre kulturellen Leistungen auszuzeichnen, weltweit Kinder und Jugenderziehung zu fördern, Menschenrechte einzufordern und Völkerverständigungen anzuregen. Näheres auf der Webseite.
I. und G. Schmidt
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